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# - 14052012
TEUFELSKREIS LEBEN.
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# - 12052012
die Stimmen werden lauter, die Schwankungen stärker, die Attacken häufiger.
aber irgendwas ist dort, was mich am Leben hält.
# - 1052012
bisschen todezzzz. wär gerade schon geil.
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# - 25042012
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# - 24042012
Die Tränen, wieder still und heimlich, wie sie laufen. Merkt ja 'eh keiner. Mal wieder wird es keiner merken. Keiner, der weiß, wie es mir geht, was in mir vor geht. Niemand wird's erfahren. Vertrauen fassen? Viel zu schwierig. Oder zu einfach und es geht nach einigen Wochen verloren. Also wem anvertrauen? Auf jede Stunde Reden folgt die Bestrafung. Die eigentlich nicht genug ist.
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# - 22042012
versucht man mal einen neuanfang, fallen sie dir plötzlich alle in den rücken.
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# - 17042012
"Kannst du von Dir sagen, dass Du im Moment depressiv bist?" - "Ich kann Ihnen eines sagen.. und das ganz gewiss.. ich weiß nicht, wie lange es mit mir wirklich noch weitergeht.."
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# - 16042012
"bitte, bitte hör auf zu reden. ich weiß es doch schon."
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# - 10042012
Ich sah in den Spiegel. Wechselte ihn, nahm den im Badezimmer. Nein. Immer noch das gleiche. Lief fünf Minuten auf der Stelle. Es war schon kein Laufen mehr, es war ein Rennen. Ich spürte wie untrainiert ich war. Der Urlaub hat mir meine Kondition genommen. Krass. Untrainiert und fett. Wie sich mein Körper beim Laufen bewegte, wie ich ihn im Spiegel sah. Meine Unterwäsche war das Schönste von dem, was ich gerade in dem Spiegel sehen konnte, obwohl ich sie nie richtig mochte. Wie ich aussah, mit meinem Höchstgewicht seit vier Monaten. Scheiß Essen, scheiß Frustessen. Dann dieses Tagelange nichts-gegesse. Tränen kamen, versuchte sie zurückzuhalten, als ich die Narben sah, diese alten verfluchten Dinger. Und diese Neuen, wie neu und unschuldig sie aussahen. Was werden wohl die anderen denken, Sommer. Scheiß Sommer. Wenn jemand sieht, was ich hab. Ich kann gar nicht mit den anderen an den See. Dann denken sie, dass ich dahin gehen, weil ich diese Fehler zeigen will. Ich will zeigen was ich gemacht habe. Wahrscheinlich drehe ich meine Arme auch noch gekonnt in die Richtig der Menschen, die mich aufgrund meiner Fettleibigkeit anstarren. Sie werden mich alle anstarren. Weil ich zu dick bin. Zu dick, zu dumm, zu aufgeschlitzt. Woher nimmst du bloß den Mut zum weiterleben, Hässlon?
# - 09042012
Hallo Sie,
Fragen Sie mich bitte nicht, wann ich das erste Mal den Gedanken an eigenverschuldetem Tod hatte. Zu früh.
Fragen Sie mich bitte nicht, wieso ich das erste Mal den Gedanken an eigenverschuldetem Tod hatte. Zu krass.
Fragen Sie mich bitte nur, wie ich es schaffte, mich wieder zu finden und ein unauffälliges Leben zu führen.
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# - 06042012
aber bitte lass' mich los - ich könnte dich mitziehen.
nimm' mich in den arm,
aber komm' mir nicht zu nah - ich könnte dich verletzen.
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# - 04042012
Gedankengang.
You will be fat - always - and never will you be as beautiful as they are. When you look in the mirror, i will distort the image.
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# - 13032012
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# - 12032012
viel zu viel geredet, oft genug gesagt, dass ich mir wünsche, du würdest sterben. die tür geknallt. eine vase und drei teller haben ihr nutzen aufgegeben. vielleicht hätte ich einmal im leben mut haben sollen. ein mal mut, um allen zu zeigen, dass ich alleine leben kann - alleine in einer wohngruppe. ich hätte ein neues leben, without you.
aber ich will doch nur, dass du meinen hass spürst. will, dass du leidest. so wie ich gelitten habe.
so, wie in mir mit jedem schlag, mit jedem zerrissenen oberteil ein stückchen meines selbstvertrauens zerbrach. mit jedem mein hass auf dich stieg. mit jedem mal mein selbsthass größer wurde. mit jedem die narben tiefer wurden. ach ja, narben. vielleicht sollte ich dir zeigen, was die menschen um mich herum sehen. einige von ihnen haben den einblick in das bekommen, was nie jemand sehen sollte. sie sehen nur die narben. weil ich das gefühl habe, nicht zu leben, fast schon zu träumen. und in meinem traum bestimmt jemand was ich tu' und lasse. und dieser jemand bist du. hallo mama, ich hasse dich. dieses mal musste übrigens ist eine cd von dir drauf gegangen, und als das blut, mein blut, an ihr herunterlief, hatte ich das gefühl, in kontakt mit dir zu kommen. mit dir und deiner ekeligen art. bevor mich meine unlebendige gedanken fressen, werde ich alles dafür tun, damit du ein schlechtes leben haben wirst.
ich weiß, dass ich nicht mehr untertreibe. es beginnt alles von vorne. von vorne wie es vor acht monaten noch war. scheiße man - irgendwann killst du mich noch, stimme!
ich habe die beste freundin, die es gibt. sie hört sich mein geschätz immer wieder an, und macht mir mut. mut zum weiterkämpfen. denn irgendwann bin ich eine von vielen. und nicht mehr die eine. und das ist schließlich das, was ich mir so sehr wünsche.
ich liebe dich, tallin.
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# - 11032012
gefunden und so.
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# - 08032012
du warst der erste, der mich an meinem beurlaubten wochenende besucht hat. ich habe gedacht, du wärst mein freund, so ein richtig beser freund. irgendwie habe ich dir alles erzählt. wirklich alles. und dann kommt von dir ein ''ist ja nur julia'' - unter deinem niveau. ich weiß nicht warum, aber ich habe gerade das bedürfnis, den tag zu verheulen.
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# - 07032012
manchmal wünschte ich, ich wäre nicht ich. wäre jemand anders, könnte alles schaffen, wäre immer das, was alle haben wollen. will es sowieso viel zu sehr, dass alle glücklich sind. dass ich es allen recht mache. dass alle mit mir zufrieden sind.
und dann, dann lebe ich ein paar monate mein leben, denke nicht an euch, euch feiglinge. und dann beginnt alles von vorne. von vorne, dass ich eure meinung schätze, es euch recht machen will.
manchmal wäre es wohl in meiner eigenen welt ohne die leute, die mich eineinflussen besser, schöner. ich könnte vielleicht leben, das leben was ich will.
und dann, dann lebe ich ein paar monate mein leben, denke nicht an euch, euch feiglinge. und dann beginnt alles von vorne. von vorne, dass ich eure meinung schätze, es euch recht machen will.
manchmal wäre es wohl in meiner eigenen welt ohne die leute, die mich eineinflussen besser, schöner. ich könnte vielleicht leben, das leben was ich will.
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# - 05032012
ich habe mir selten stärker gewünscht,
du seist tot.
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# - 28022012
HATE U, MUMMY.
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# - 26022012
spiegel sind scheiße, sie zwingen fast schon dazu, reinzuschauen. zu häufig lasse ich mich wieder erweichen, schaue was ich darin sehen jedes mal ist es erschreckend, jedes mal wünschte ich, es nicht getan zu haben. sehe mich, meinen runden körper und vor allem diese striche am arm, diese weißen. wenn mir kalt es werden die grausam blau. wenn ich sie sehe, lassen sie mein leben im kopf noch einmal revue passieren. ich sehe warum diese striche an meinem arm sind. sehe, wo sie noch überall sind. sehe, wie ich mich selbst nicht unter kontrolle hatte. wie sie sich nicht unter kontrolle hatte. hasse sie. hasse narben. meine narben. hasse mich. 'tschüss juula', sage ich noch, bis ich mich mit einem mittelfinger von meinem spiegelbild umdrehe.
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# - 18022012
eiskalt hast du mich wieder darauf angesprochen. eiskalt kam wieder die frage, was denn mit meinen alten besten freunden war. den freunden, bei denen ich glaubte, sie niemals verlieren zu können. eiskalt musstest du mir nochmal sagen, dass das keine freunde waren. 'und was ist mit ..., die wollte doch auch immer was mit dir machen!?'.
mama, es ist nunmal so, die wenigen, mit denen der kontakt immer noch hält, bei denen kann ich von freunden sprechen. ich weiß selbst, dass nicht alle mehr freunde sind, schon lange nicht mehr. ich weiß, dass ich meine freunde bedachter auswählen muss, aber bitte, bitte erinner mich nicht an die mädchen, die mich nur dann mochten, als ich noch nicht den leisen ruf einer verrückten aufmerksamkeitsuchenden hatte.
eiskalt rannen die tränen über meine wange, es brannte mehr als ein feuerzeug, welches ich zu nah an meine finger gehalten habe.
es brannte, weil ich draußen war.
ich war im wald.
im dunklen.
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# - 16022012
das schönste gefühl war, wenn die kruste frisch erschien, man sie eincremte, trocknen ließ und später voller hass wieder abriss.
das schrecklichste gefühl war, wenn man auf der suche nach einem gegenstand war, welches dir dich spüren lassen sollte.
traurig, aber wahr -
das schrecklichste gefühl war, wenn man auf der suche nach einem gegenstand war, welches dir dich spüren lassen sollte.
traurig, aber wahr -
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#5 - 15022012
ein einziger raum, der mich mit erinnerungen überwälzt und scheiß emotionen rausquetscht.
da ist sie dann wieder da, die stimme, die traurigkeit, der selbsthass. die angst vor deinem hass, die angst vor eurem gerede, die angst vor schlägen. der gedanke an einen schlag, der gedanke an den schmerz, der gedanke an die folgen. die folgen des schneidens, die folgen misstrauens, die folgen der klinik, die folgen des unglücks.
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#4 - 14022012
ich will dich nicht bei mir haben.
- ich will mir nicht vorstellen müssen, wie es ohne dich wäre.
ich will dich kontrollieren können.
- ich will mir nicht vorwerfen müssen, auch ohne dich überfordert zu sein.
es ist diese stimme, die mich überfordert, diese stimme, die immer bei mir ist. diese stimme, die mich überredet, diese stimme, die mir den weg zeigt. diese stimme, die mein leben bestimmt, diese stimme, die alles kaputt macht. diese stimme, die mich runterzieht, diese stimme, die dickköpfig ist. diese stimme, die niemand anders hört, diese stimme die andere mich für verrückt erklären lässt. diese stimme, die immer bei mir sein wird, diese stimme, die mich irgendwann zerstört.
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#3 -10022012
"Wenn ich den Menschen aus meiner Umgebung sagen würde, wie's mir geht, würde ihnen das Angst machen. Sie würden mich die ganze Zeit beobachten. Sie würden es nicht verstehen."
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# 2 -09022012
freunde,
obwohl ihr es nie bemerkt habt, kann ich es euch nicht übel nehmen.
sollte ich?

nein.
ich musste mir schließlich selbst zu spät eingestehen, dass alles zu viel
für mich war. und dann war und ist zu schwer, fremde hilfe anzunehmen.
# 1 - 08022012
Irgendwann kannst du in deinem Leben an den Punkt kommen, an dem dir schlagartig klar wird, dass dir irgendwas fehlt. Du hattest es zwar für viele Monate erfolgreich unterdrückt und es nicht wahrhaben wollen. Doch manchmal braucht es nur ein kleines Ereignis, bei dem du dachtest, dass es dir nichts ausmachen würde. Und dann läuft dieses "Irgendwas-fehlt-mir-Fass" über. Du dachtest du könntest darüber hinweg schauen. Ich dachte das. Ich dachte ... wie naiv. Irgendwas zwischen Gewinn und Niederlage, zwischen Freude und Hass, Neid und gönnen.
Ein Zwiespalt zwischen
gespielter Freude und innerlichen Hass
und plötzlich will ich mehr als vorher. dieses "Irgendwas-fehlt-mir-Fass" lief über und es will weiter laufen, weil es in der sonne schön glänzt. damit es weiter läuft braucht es mehr, mehr ereignisse, mehr trauer, mehr niederlagen.




